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Samstag, 4. Februar 2012
  Statement Andreas R. Fischer
„Steht die Spezies Mittelstand auf verlorenem Posten?“

 
Andreas R. Fischer

Der Mittelstand lebt von seiner Innovationskraft und seiner großen Flexibilität. Trotzdem sei die Frage erlaubt, ob diese Unternehmensspezies langfristig auf verlorenem Posten steht, ob das „Unternehmenskonzept“ Mittelstand mit seinen Eigenheiten vielleicht schon jetzt überholt ist. Ich meine: Nein!

Aber es gibt Rahmenbedingungen, die mittelständische Unternehmen in so genannte „Nachteilssituationen“ bringen können. So sind sie standortgebunden, da sie beispielsweise einen hohen Bedarf an Fachkräften haben, deren Wissen, Erfahrung und Know-how es möglichst lange zu binden und effektiv zu nutzen gilt.

Unabdingbar ist deshalb für diese Unternehmen eine maximale Prozessoptimierung, die subtiler ist als Mitarbeiterabbau und Standortverlagerung. Ich meine damit zum Beispiel den konsequenten und kreativen Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie. Was sich so einfach anhört, ist in der Praxis kompliziert und wird europaweit betrachtet durch die unterschiedlichen Rahmenbedingungen wirtschaftlicher, sozialer und politischer Art verlangsamt.

Wettbewerbsfestigkeit stärken
Die Folge ist die nicht zufrieden stellende Wettbewerbsfestigkeit vieler mittelständi­scher Unternehmen. Eine Situation, die an­gesichts der zahlenmäßigen Bedeutung dieser Unternehmen meiner Meinung nach langfristig dazu führen kann, dass Europa als Wirtschaftsstandort an Boden verliert - schließlich sind nicht nur die großen Volkswirtschaften in Asien dabei, sich mit modernsten Technologien auszurüsten und diesen Vorteil erfolgreich weltweit anzupreisen.
Gefragt ist also die Bereitschaft der europäischen Unternehmer und Unternehmen, Neuerungen und Veränderungen aufgeschlossener gegenüberzutreten. Das Wissen um die Möglichkeiten, die IKT einem Unternehmen bietet, bleibt auf Grund des intensiven Tagesgeschäfts unvollständig bis rudimentär. Man kommt in diesem Zusammenhang nicht umhin zu sagen, dass die IKT-Branche mit nach wie vor zu komplexen Systemen ihren Teil dazu beiträgt - obwohl das propagierte Ziel doch die Vereinfachung und die Arbeitserleichterung sind.

Mit der bislang einmaligen Initiative BestPractice-IT sehen wir unsere Aufgabe, Zielsetzung und Mission darin, Mittelständlern in ganz Europa die Bedeutung und den konkreten Nutzen des konsequenten IKT-Einsatzes anhand praktischer Beispiele aus einem möglichst breiten Spektrum von Branchen, Unternehmensgrößen und Einsatzbereichen aufzuzeigen. Deshalb bauen wir hier unser Engagement kontinuierlich aus. Dabei ist das Motto von BestPractice-IT - „Ideen und Lösungsansätze von Unternehmern für Unternehmer“ - ein wesentlicher Schlüssel. Unterstützt werden wir von einem stetig wachsenden Netzwerk nationaler und internationaler Kooperationspartner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, beispielsweise UEAPME, NORMAPME, EBN, BDU, BJU, PROZEUS, NEG, ITB, BASSCOM, IT Ukraine, ARIES, eFinland, der Donau-Universität Krems und dem Estonian Informatics Centre.

Bewusstseinsschärfung in Bezug auf IKT
Die Verleihung des nationalen und internationalen BestPractice-IT Awards auf der weltgrößten IKT-Messe CeBIT 2006 in Hannover war wieder ein großer Erfolg für die nominierten Unternehmen und somit natürlich auch für BestPractice-IT als Initiative. Hochrangige Repräsentanten aus Wirtschaft und Politik haben unser und das Engagement der beteiligten Unternehmen dabei ausdrücklich gelobt. Der Nachrichtensender n-tv berichtete live über das Event.

Ich bin der Meinung, dass ein Projekt wie BestPractice-IT in Sachen IKT-Einsatz eine Stimme für und ein Mandat durch den europäischen Mittelstand hat. In Abhängigkeit von den noch immer unterschiedlichen Rahmenbedingungen können wir über die gezielte Verbreitung der BestPractice-IT Medien (Praxishandbuch, CD-ROM, Website, Spezialausgaben etc.) wesentlich zur Bewusstseinsschärfung in Bezug auf IKT und somit zur Harmonisierung des IKT-Einsatzes im Mittelstand beitragen - sowohl qualitativ als auch quantitativ.

Wir beschreiten diesen Weg weiter und werden so den Mittelstand noch stärker in unsere Aktivitäten miteinbeziehen. Was dabei auch in Zukunft zählt ist die Unterstützung von BestPractice-IT durch mittelstandsaffine Kooperationspartner aller Disziplinen, sei es aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft oder Medien.

Daher mein Appell an alle, die dem Mittelstand in Europa angehören und ihm verbunden sind: Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, unterstützen Sie unsere Bemühungen!

Als Unternehmer oder Entscheider in einem mittelständischen Unternehmen können Sie dies tun, indem Sie sich mit den innovativen IT-Konzepten Ihres Unternehmens bei uns um den jährlich ausgeschriebenen BestPractice-IT Award bewerben und so mit Ihrer IT-Erfolgsgeschichte zum Vorbild für andere werden.

Als nationale oder internationale Mittelstandsorganisation, Wissenschaftseinrichtung oder politische Körperschaft mit dem Interesse, aktiv etwas für diese Unternehmen in Europa zu bewegen, haben Sie die Möglichkeit, als Kooperationspartner bei der Initiative BestPractice-IT mitzuwirken.

Arbeiten Sie mit uns - für einen starken und zukunftsfähigen Mittelstand in Europa!

Herzlichst
Ihr Andreas R. Fischer
Geschäftsführer
der G+F Verlags- und Beratungs- GmbH
Initiator von BestPractice-IT


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