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Wasserkühlung im Serverraum: Verpackungsmaschinenhersteller senkt Energiekosten |
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Mit dem Umzug der Gerhard Schubert GmbH im Jahr 2006 in eine neue Unternehmenszentrale in Crailsheim ergab sich auch die Möglichkeit, das Rechenzentrum neu zu planen. Die Geschäftsleitung wünschte wenige leistungsstarke Server, um den Stromverbrauch im Rahmen zu halten. Statt den gesamten Serverraum zu kühlen, werden die Racks direkt mit Wasser gekühlt.
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Die Gerhard Schubert GmbH ist ein weltweit führender Hersteller von Verpackungsmaschinen für die Nahrungsmittelindustrie und andere stückige Produkte. Das Unternehmen, das weltweit rund 800 Personen beschäftigt, baut jährlich rund 120 Verpackungsanlagen. Die ersten Verpackungsroboter der Welt aus dem Jahr 1984 stammen von Schubert und aufgrund der langjährigen Erfahrung mit Servoantrieben ist Schubert anerkannter Marktführer auf dem Gebiet der digitalen Verpackungsmaschinen.
Ziel: Stromverbrauch minimieren
Vor dem Umzug in die neue Unternehmenszentrale hatte die Geschäftsleitung klare Vorgaben für das zu planende Rechenzentrum gemacht: Es sollten möglichst wenige leistungsstarke Server eingesetzt werden, um den Stromverbrauch in Grenzen zu halten.
Und auch bei der Kühlung sollten neue Wege beschritten werden. „Da das gesamte Unternehmensgebäude mittels Geothermie und Wärmepumpen geheizt und gekühlt wird, verlangte der Geschäftsführer und Inhaber Gerhard Schubert auch eine umweltfreundliche Lösung für die Kühlung des Serverraumes“, berichtet Henning Schubert, Datenbank- und Systemadministrator im Unternehmen. Die Länge des Raumes hätte eine gleichmäßige Kühlung ohnehin schwierig gemacht.
Lösung: Wasserkühlung der Racks
Die Idee der Rack-Klimatisierung wurde von der Geschäftsführung sofort mit Begeisterung aufgenommen, zumal der Hersteller Rittal als einziger Anbieter bereit war, die Lösung mit der Geothermie zu koppeln. Ein Vorteil war auch, dass keine baulichen Besonderheiten für den Serverraum, wie zum Beispiel ein doppelter Boden, berücksichtigt werden mussten.
Zwischen den insgesamt 8 Racks, in denen 43 Server untergebracht sind, wurden drei sogenannte Liquid Cooling Packages (LCP) installiert. Von den seitlich angeflanschten Luft-Wasser-Wärmetauschern wird die gekühlte Luft direkt vor die Server eingeblasen. Auf der Rückseite wird die erwärmte Luft abgesaugt und erneut abgekühlt. Als Kühlwasser diente anfangs Wasser aus eigens gebohrten Brunnen. Heute wird ausschließlich geothermisch gekühlt. Bei einem Ausfall der Anlage kann auf Stadtwassereinspeisung umgeschaltet werden.
Anfangs habe es, laut Schubert, extrem viel Skepsis gegenüber Wasser im Serverraum und der geothermischen Kühlung gegeben, mittlerweile habe sich aber gezeigt, dass diese Skepsis unbegründet war, denn die Lösung habe sich gut bewährt.
Die flüssigkeits- und rackbasierende Kühlung hat zu merklichen Einsparungen bei den Energiekosten geführt. „Dieselbe Kühlleistung hätten wir mit einer Raumklimaanlage nur mit deutlich höherem Energieeinsatz realisieren können.“ Es gebe keine Wärmenester, weder im Raum noch im Rack. Das steigere die Verfügbarkeit im Verbund mit der gesicherten Stromversorgung auf das geforderte Maß.
„Wir stellen an die Betriebszuverlässigkeit der Server höchste Anforderungen, denn unsere Maschinen müssen innerhalb von drei Monaten fertiggestellt werden“, betont Schubert. Ein Ausfall des selbst entwickelten ERP-Systems würde das Unternehmen rund 40.000 Euro pro Stunde kosten und ist nicht akzeptabel.
(ct) |
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| BestPractice-IT Extract |
Gerhard Schubert GmbH
Industrie
800 Mitarbeiter
Ausgangssituation: energiesparende Kühlung für Server-Racks gesucht
Lösung: Kühlung durch Luft-Wasser-Wärmetauscher am Rack
Resultat: deutliche Einsparung bei den Energiekosten, gesteigerte Verfügbarkeit im Verbund mit gesicherter Stromversorgung
Kategorien: Organisation, Sicherheit, Finanzen
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| BestPractice-IT Service |
Zur Green IT mit Wasserkühlung
Auch Fachleute hielten Wasser als Kühlmedium im IT-Rack bis vor Kurzem noch als völlig indiskutabel! Doch liegt die Kühlleistung bei Flüssigkeiten um den Faktor 1.000 höher als bei Lüftkühlung. Weitergehende technische Einzelheiten zu wassergekühlter IT finden Sie im Internet:
www.searchdatacenter.de |
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| Statement |
Henning Schubert, Datenbank- und Systemadministrator bei der Gerhard Schubert GmbH
in Crailsheim: „Dieselbe Kühlleistung hätten wir mit einer Raumklimaanlage nur mit deutlich höherem Energieeinsatz realisieren können. Es gibt keine Wärmenester, weder im Raum noch im Rack. Das steigert die Verfügbarkeit im Verbund mit der gesicherten Stromversorgung auf das geforderte Maß.“
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